Auf ein Neues!
Guten Morgen,
heute ist der inoffizielle letzte Ferientag. Inoffiziell, weil die Ferien ja immer Freitags enden.
Ich sitze am Schreibtisch (wo auch sonst?) und bin eigentlich zufrieden. Denn ich habe die ersten Ferien ohne To-Do-Liste verbracht! Klausuren, Vorbereitung, Referendarsbetreuung in Form von Unterrichtsentwürfen lesen, dienstliche E-Mails – das habe ich alles sehr erfolgreich ignoriert. Natürlich habe ich ab und an mal was gemacht, aber nur dann, wenn ich auch Lust dazu hatte und mich mein kleines inneres Deadline-Schweinchen namens Bertha nicht gezwungen hat.
Ich muss sagen: Das war wesentlich stressfreier als sonst. Ich habe mehr geschafft. Und ich konnte die Ferien genießen. Ich bin quasi tiefenentspannt.
Jetzt aber steht der Montag bevor – mit 10 Stunden Unterricht.
Ich muss noch machen:
- Die 10 Stunden vorbereiten.
- Meine Tasche packen. Die ist nämlich leer, weil ich sie mal grundgesäubert habe. Details erspare ich Euch.
- Den Vertretungsunterricht vorbereiten, da ich in der kommenden Woche mal wieder auf einer mehrtätigen Fortbildung sein werde. Ich finde ja, dass die Vorbereitung des V-Unterrichtes irgendwie umfangreicher ist, oder bilde ich mir das ein? Und angesichts der Fortbildung würde ich lieber unterrichten. Gerne auch 10, ach was, 20 Stunden am Tag!
- Den Unterrichtsentwurf des Referendars lesen und korrigieren. Sieht von weitem schon sehr durcheinander aus, das wird heiter werden.
- 3 Klausursätze korrigieren (2x LK, 1x Gk) – ein Klacks in der zur Verfügung stehenden Zeit.
- Mich nach einem anderen Notenprogramm umschauen. Ich arbeite mit der Notenbox7, die mir bis jetzt gut gefallen hat. Allerdings hat die einen merkwürdigen Notenberechnungsschlüssel (man kann mehr Punkte erreichen, als man vorgibt), da habe ich wenig bis gar keine Lust, das Programm auszutricksen. Vielleicht kann mir jemand von Euch einen Tipp geben? Oder hat eine feine Exceltabelle? (Wenn ich könnte, würde ich mir in Excel selber was zusammenstricken, aber ich mag Excel nicht!)
Beim Lesen stelle ich fest: So ganz ohne Liste kann ich nicht
Abschließend noch ein kleines Filmchen für alle Ausbildungslehrer, Referendare und Fachleiter:
Habt eine entspannte erste Schulwoche im Jahr 2012!

Ja, wir sitzen wochenends immer am Schreibtisch, wenigstens einen Tag. Das weiß die verehrte Öffentlichkeit bloß nicht.
Zu Wulff (ich twittere nicht): Den Begriff “Stahlgewitter” prägte Ernst Jünger, als er über seine Erfahrungen im 1. Wk schrieb. Durchaus umstritten, das Buch! Er beschreibt den Krieg, distanziert sich aber nicht davon und sagt kein Wort über die Ursachen,
“Rubikon” ist klar, das war der Fluss, an dem Caesar seine berühmten Worte sprach, als er im Bürgerkrieg gegen Rom vorrückte.
Tja, befindet sich “unser” Bp im Krieg? Oder ist er einfach zu dumm, um über Wortbedeutungen und -herkunft zu reflektieren? Könnte auch sein. gibt ja genügend Politikerbeispiele der “jungen Garden” aus jüngster Vergangenheit.
Jedenfalls sind die Berater auch nicht besser.
Danke für die Erklärungen, das hatte ich jetzt auch schon herausgefunden.
Die Fragen habe ich mir auch gestellt.
Die Leute, die seine Krisen-PR machen, sind auf jeden Fall nicht gut.
Diekmann und die Bild haben ihm eine clevere Falle gestellt. Die sind Wulff immer zwei Schritte voraus und verfolgen eine schlaue Taktik. Wulff kann nur verlieren. Für mich wird aber wieder deutlich, warum ich Bild nicht mag.
Aber letztlich: Er kann nicht des Amtes enthoben werden.Im Prinzip kann er sich die nächsten Jahre in Bellevue verschanzen und niemand kann was dran ändern.
Ich muss aber auch sagen: Guttenberg regt mich mehr auf. Aber der kann sich ja jetzt genüsslich die Hände reiben, weil über ihn niemand mehr redet.
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Mir scheint, Frl. Rot büßt Prokrastination und Eskapismus? Na dann, gutes Gelingen und wenig Frust. Wenn die Noten eingetragen sind, hört man hoffentlich mal wieder was aus der Anstalt.
Sonntagsgrüße von der
roten Zora
Und wie ich büße.