Archive | April 2012

Warum…

Warum kommentieren die Jungs aus der 12b Toilettengänge ihrer Geschlechtsgenossen immer mit “na, erleichtert?” oder “5 Pfund mit Haaren?” oder erklären das Fehlen eines Mitschülers mit “der seilt einen ab, der braucht immer so lang!”?
Warum beklatschen sie sich dann auch noch, klopfen sich anerkennend auf die Schulter?

Zu viele Informationen, eindeutig.

Heute geschlossen. Und morgen auch.

Da ich mich in eine absolute Deadline-Katastrophe fast schon apokalyptischen Ausmaßes prokrastiniert und eskapiert habe, bleibt der Laden hier heute geschlossen. Und morgen. Und übermorgen auch.

Ich versinke in Klausuren. Aktuell noch 67 Stück. (Fünf habe ich heute schon geschafft, ein Teilerfolg.)

Die sind entweder total lang, so um die 15 Spalten. Schrecklich. Oder aber kurz (3 Spalten), dafür aber mit so vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern gespickt, dass mir der Stift die Arbeit verweigert und ich nach zwei Seiten selbst nicht mehr weiß, wie es denn richtig geht. Genauso schrecklich.

Zu allem Überfluss kommen Ende der Woche die Zweitkorrekturen der Abiturklausuren. Die muss ich dann ja zeitnah schaffen. Eigentlich wollte ich die anderen Klausuren ja weghaben, aber … Mist und Scheiße hoch zehn. Das Schlimme daran: Ich weiß es besser!

Ehrlich: Ich beneide alle Kollegen mit Korrekturfächern, vor allem die mit Deutsch, die solche Klausuren (Klassenstärke: 30) der Sek.II innerhalb von einer Woche schaffen. Wie macht Ihr das? Gibt es da ein Geheimnis, einen Zaubertrank oder einen Hexenspruch? Legt Ihr die Dinger bei Vollmond unter eine Eiche? Habt Ihr Heinzelmännchen unter Vertrag? Habt Ihr Eure Haustiere entsprechend dressiert? Und jetzt bitte nicht mit “Zeitmanagement” kommen, das ist total langweilig (und wahrscheinlich das Einzige, was wirklich wichtig ist). Die Sek.I-Klausuren habe ich bis jetzt auch immer zeitnah fertig gehabt, manche konnte man sogar während des Fernsehschauens korrigieren. ;-)

Tipps und Strategien also bitte mit realistischen Zeitangaben unten in den Kommentar. Ich bin gespannt. Aber ich bin nicht der Typ der “jeden-Tag-zwei-Stück”-Strategie. Dann dauert mir das Elend einfach zu lange.

So ganz kann ich es nicht lassen, ab und an schaue ich mal rein, schalte Kommentare frei und zwitschere vielleicht ein bisschen. Das geht mit dem Handy, ohne dass ich den PC anschalten muss. (PC=gefährlich)

Schokolade, Tee, Kaffee und Tinte habe ich vorrätig, Wasser auch. Ich bin gerüstet. Drückt mir die Daumen!

Ich halte es jetzt wie Rosenstolz in E.N.E.R.G.I.E.: “Ich schalt mich jetzt einfach aus / Ziehe den Stecker raus”.

Nachtrag: Ich sammle auch gerne neue Ausreden, warum man Klausuren nicht fertig bekommen hat.

I don´t like mondays… aber heute schon!

Montag, Montag, Montag. Bah.

An Montagen muss ich früh raus. Das fällt mir aufgrund des vorhergehenden Wochenendes immer ausgesprochen schwer. (Ich hatte schon darüber berichtet: hier und hier.)

Wir sind nun eine Woche nach den Ferien. 12. Schulwoche im zweiten Halbjahr.

Wenn ich so an die Ferien denke, muss ich mir sagen:Das ist erst eine Woche her. Eine Woche! Ich fühle mich wie kurz vor den Sommerferien. Ich bin müde und erschöpft, obwohl ich mich in den Ferien gut erholt und Schulverbot hatte.

Heute morgen komme ich in die Schule und werde von Herrn Bühle empfangen. Der Gute hält mir einen dampfenden Becher Kaffee hin: “Frl. Rot, hier, ich habe einen zu viel gemacht.”  Der will doch was, denke ich. Aber ich bin nicht wählerisch. Kaffee ist schließlich Kaffee. Ich puste also meinen Kaffee kühl und höre mit halbem Ohr hin. “Intranet. Zugangsdaten. Passwort. Meisterfeier.” Wie bitte? Meisterfeier? Ich murmele etwas und verschwinde in die Küche. Da muss er noch mal üben. Vielleicht kann ihm der Muttitisch erklären, mit welchen Komplimenten man bei Kollegen weiterkommt. Aber der Kaffee stimmt mich einigermaßen milde.

In der schrecklichen 12b traue ich meinen Augen nicht. Alle sind anwesend und starbereit, die Tafel ist geputzt. Wow. Das hatten wir noch nie. Wir sprechen über die PISA-Studien und vergleichen Lese-, Mathe- und naturwissenschaftliche Kompetenzen. Sie lassen sich sogar ausreden. Ich frage nach: “Fynn-Luca, was ist heute los?” Er grinst und meint: “Wir haben gehört, was Sie mit der 12a machen. Das wollen wir nicht.” Aha. Was mache ich denn mit der 12a? Ich habe keine Ahnung. Ich spiele aber mal mit. “Na, dann wissen Sie ja, was auf Sie zukommen kann.” Hoffentlich reite ich mich da in nichts rein. Der Rest der Stunde ist in Ordnung. Ab und an ein bisschen Geplauder, aber im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen.

Die Pause verbringe ich auf dem Flur. Ich spreche mit mehreren Schülern über diverse Dinge. Nur nicht über Noten, ist auch mal schön.

In der 12a erwartet mich ein Kaffee. Wo kommt der denn her? Nikolaj klopft sich auf die Brust und meint: “Wir haben gesehen, dass Sie die ganze Pause auf dem Flur waren.” Ui, nett. “Oh, das ist aber nett von Ihnen. Dann beginnen wir mit fünf Minuten Kaffeepause.” (Schon irgendwie praktisch, der Chef in der Klasse zu sein.)

Ich hole meine Brotbox aus der Tasche und fange an, ein paar Paprikastücke zu essen. Irem schaut mich ungläubig an: “Davon werden Sie satt?” “Ja, wenn ich davon genug esse”, antworte ich und zwinkere ihr zu. Cheyenne scheint an daran zu zweifeln, sie schiebt mir eine zermatschte, aber noch eingepackte Milchschnitte zu. “Das ist lieb von Ihnen, aber die kann ich nicht essen. Allergie.” “Aber, Paprika! Das reicht doch nicht.”

Nikolai schaltet sich ein: “Ich esse nie etwas Gesundes. Nur Pizza, Döner und Macces.” Das erklärt einiges, aber bevor eine Diskussion entbrennen kann, erkläre ich die Frühstückspause für beendet. Shania, Michel und Ali schieben sich die handtellergroßen Reste des Pausenbrotes auf einmal in den Mund. Wie gerne würde ich sie jetzt zum Lachen bringen… Zwinkerndes Smiley

Die Diskussionen sind inhaltlich nicht ganz so gut wie die in der 12b. Am Ende der Stunde frage ich noch: “Sagen Sie mal, was erzählen Sie eigentlich den anderen Klassen? Was mache ich denn Schlimmes mit Ihnen, dass die schon Angst bekommen?”

“Boah, Frl. Rot”, Max kann gar nicht glauben, dass ich das nicht mehr weiß. “Also echt, Sie sind voll krass streng. Lustig, aber streng. Wir müssen immer die Handys auf Ihr Pult legen und Sie machen Strichlisten, wie viele Minuten wir hinten dran hängen.” “Aha, aber was ist daran so außergewöhnlich?” Burak ergänzt: “Sie sind die Einzige, die konsequent ist. Alle anderen drohen nur, aber Sie machen. Voll korrekt, ey.”

Findet auch Irem: “Ja, und das erzählen wir. Das Sie alle Referate bei Google gefunden haben und uns sechs gegeben haben. Und dass Sie überziehen. Und sich Kaugummis auf die Hand spucken lassen. Und Sie geben strenge Noten. Aber fair.”

Ehrlich, das finde ich gar nicht so spektakulär. Alles, was ich androhe, setze ich auch um.

Am Ende der Stunde steht Aylin vor mir. Sie streckt mir eine Einladungskarte entgegen. “Für meine Hochzeit. Sie kommen! 1500 Gäste, Sie auch!”

Man sieht darauf die Zeichnung eines Brautpaares. Sie blond, blauäugig, roter Kussmund, Perlenohrringe. Er ebenfalls blond, blauäugig und groß. Die Uhrzeit wird mit “ca.” angegeben. Eine türkische Einladungskarte hätte ich mir anders vorgestellt, aber ich mag mich irren.

“Frl. Rot, Sie kommen! Sie auch kein Geschenk mitbringen. Und kein Mann. Sind genug Cousins auf Hochzeit für Sie!”

Ich fange an, die Montage zu mögen.

1. Doppelstunde zu “Was gesagt werden muss” (Günter Grass)

Hier also die erste Doppelstunde, so wie sie stattgefunden hat. Nur grob untergliedert in drei Phasenn.

Einführung:

Kurzer Lehrervortrag (Überblick) über die Veröffentlichung des Grass-Gedichtes, Medienecho etc.

Anbindung an die vorherige Reihe anhand einer Folie mit den damals zusammengefassten Arbeitsergebnissen zu Adornos Aussage, Lyrik nach Auschwitz sei barbarisch. Konkret ging es damals um die Frage: Wer darf nach Auschwitz noch Lyrik schreiben? Wir hatten damals mehrere Ergebnisse, siehe dazu hier: klick

Frage an die Schüler, wer das Gedicht von Grass denn gelesen habe. Von der Antwort hängt der weitere Verlauf ab. Es melden sich sechs Schüler. Also wird der Wortigel erst nach der gemeinsamen Lektüre erstellt. Geplant war, den Wortigel ggf. sofort erstellen zu lassen. Dies wird nun nach hinten geschoben.

 Hauptteil:

  • Gemeinsame Lektüre des Gedichtes.
  • Klärung von unbekannten Wörtern, hier: unterjocht, Verdikt, okkupiert.
  • Erstellen eines Assoziogramms (“Wortigel”) an der Tafel: Die Schüler schreiben Begriffe an die Tafel, die ihnen zu dem Gedicht einfallen. Wichtig: Betonen, dass es hier um die ersten Eindrücke geht und wirklich jede (!) Meinung erlaubt ist. Dann kurze Besprechung des Wortigels, ggf. Erklärung einiger Begriffe.
Darauf hinweisen, dass der Wortigel zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal relevant wird. -> Lehrkraft fotografiert das Tafelbild und kopiert das Foto für die nächste Stunde. Alternativ könnte auch ein Schüler mitprotokollieren.
  • Abfrage des Hintergrundwissens zum Iran-Israel-Konflikt sowie der Person Günter Grass. Da die Schüler der Meinung sind, dass ihr Hintergrundwissen eher lückenhaft ist, schließt eine Gruppenarbeit an. Gruppe A: Biographie Günter Grass. Gruppe B: Israel. Gruppe C: Iran. Die Gruppen B und C einigen sich auf Kategorien für den Ländervergleich.

Schlussteil:

  • Präsentation der Arbeitsergebnisse (Plakate). Die Zugehörigkeit Grass´ zur Waffen-SS ist für die Schüler gar nicht so wichtig. Sie diskutieren eher die politische Lage und die Atomwaffenfrage.
  • Es entsteht eine kurze Diskussion darüber, dass Iran schiitisch dominiert ist und nicht mit der Mehrheit des Muslime verwechselt werden darf. Hieran schließt sich eine weitere Diskussion an, wo denn die meisten Juden leben würden.
  • kurzer Rückschluss auf den Wortigel: Schüler werden aufgefordert, sich den Wortigel noch einmal anzusehen. Gibt es nun wegen der neuen Hintergrundinformationen noch Ergänzungen zu machen? (Diese dann in einer anderen Farbe aufschreiben!) –> Schüler verneinen, Sie bleiben bei der Erstfassung.

Hausaufgabe:

  • Lektüre des internationalen Presseechos zu dem Gedicht.
  • Für eine der dargestellten Positionen entscheiden, entweder Zustimmung oder der eigenen Meinung am nächsten.

Anmerkungen:

  • Wie befürchtet, ist die Gruppenarbeit etwas ausgeufert. Die Klasse diskutiert gerne und lange, auch in Gruppenphasen. Ich lasse das (noch) zu, weil die Arbeitsergebnisse für sich sprechen und die Klasse auch sehr schnell ist. Aber mir gefällt es, dass sie sich austauschen, Meinungen diskutieren und neue Erkenntnisse dabei gewinnen. Auch, wenn ich dann nicht immer alles vorhersehen kann.
  • Ich habe aber luxuriöse Umstände, weil trotz der unterschiedlichen Religionen und Meinungen immer fair und sachlich diskutiert wird. Dieses Gedicht bzw. das Thema “Iran vs. Israel” polarisiert ungemein und bietet leider auch viel Raum für Pseudoargumente. Man sollte sich gut überlegen, wie viel man davon in seinem Unterricht zulässt. Auch deswegen habe ich einen historisch-politischen Exkurs eingeschoben, damit alle die gleichen Diskussionsgrundlagen haben und man bei Bedarf immer wieder auf die Quellen verweisen kann.
  • Die Stunde war nicht voll gestopft. Mir war es wichtiger, neben dem Verfügbar machen Hintergrundwissen Zeit für die Meinungsdarstellung und die erste Diskussion zu haben.

Die benutzen Materialien habe ich hier schon einmal aufgelistet: klick

Die Fortsetzung folgt…

Die Jugend über sich selbst

Als Einstieg in das Thema “Produktive Realitätsverarbeitung” (Hurrelmann) habe ich für die 12a einen etwas anderen Ansatz als sonst gewählt.

Ich lege nacheinander folgende Zitate auf und lasse die Klasse schätzen, von wann das jeweilige Zitat sein könnte:

  1. “Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.”
  2. “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.  (…)”
  3. “Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt.Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.”

Sie verschätzen sich grundlegend, das ist auch beabsichtigt. Als ich auflöse (1.Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr., 2: Sokrates, 3: Aristoteles), ist das Erstaunen hoch. Es mischt sich aber auch Entrüstung darunter.

Nikolaj findet das “voll krass, ey!” Und weiter: “Warum dissen alle uns?”

Michael findet das auch: “Ey, die Jugend ist doch voll porno drauf, ey!”

Cheyenne fühlt sich ungerecht behandelt, denn “warum finden alle Jungendliche doof?”

“Das ist Ihre Chance!”, leite ich über zur nächsten Aufgabe.  “Setzen Sie sich mit einem Partner zusammen und formulieren Sie eine Aussage über die Jugend 2012.”

“Egal welche Richtung, also positiv oder contra?”, fragt Bahar.

“Ja, egal ob positive oder negative Aspekte. Ihre Sicht der Jugend. “

Sie setzen sich zusammen und fangen an zu schreiben. Sie tüfteln, streichen Wörter, ganze Sätze und diskutieren. Immer wieder wird sich rückversichert, dass auch positive Aspekte genannt werden dürfen.

Dann kommt die Präsentationsphase. Und was soll ich sagen: Es geht gesittet zu. Alle sind motiviert, selbst die Stillen sagen etwas,  schließlich ist es nicht mehr weit bis zum Fachabitur. Alle müssen Land gewinnen.

“Mmh, sagen Sie mal, fällt Ihnen auch etwas auf?”, frage ich nach den Präsentationen.

“Boah, ey, alle schlecht.” Nikolaj trifft es. Die Klasse ist von sich selbst überrascht.

“Ja, aber warum?”, frage ich zurück. “Sie wollten doch auch positive Aspekte einbringen. Wieso hat das nicht geklappt?”

“Wir haben einfach so geschrieben wie Meinung.”, erklärt Cheyenne.  “Ist ja noch nicht so lange her, ne?”

Die Stunde ist schnell zu Ende. Hausaufgabe: Eine positive Aussage über die Jugend verfassen. Was kann die Jugend gut?

Ich bin gespannt!

P.S.: Wenn man mal von den Rechtschreibfehlern absieht: Eigentlich traurig.


Die oben genannten Zitate und noch weitere zur Jugend findet man hier: klick

Im Kreis rennen – der erste Schultag nach den Ferien

Am Abend vor dem Schulanfang:

Tasche ausräumen (igitt!)Tasche auswaschen - Kreidehalter bestücken – bunte Kreide nachfüllen – Stifte einpacken – Folienstifte kontrollieren (Kappen aufsetzen könnte helfen!) – Rolle Kreppband und Tesafilm einpacken – Schere und Minitacker suchen (die waren doch irgendwo!) – leere Folien in die Tasche – Schulschlüssel suchenBrotbox fürs Pausenbrot in die Küche legenAusreden überlegen, warum die Klausuren noch nicht fertig sind – Arbeitsblätter etc. einpacken - Wecker stellen (iiihhh, so früh!)noch mehr Ausreden überlegen – E-Mails prüfen – E-Mails beantworten – Wecker nochmals kontrollieren – Klamotten raussuchen, spart morgen früh glatt fünf Minuten – den Wecker zum dritten Mal kontrollierenzwei Stunden später als geplant zu Bett gehenden Wecker kontrollieren, dabei über sich selbst schmunzeln – ein bisschen auf die Schule freuen.

Der Schultag:

Ab 5:45 Uhr fünfmal auf die Snooze-Taste hauendann doch verschlafen – Dusche, Make-Up und Anziehen in Lichtgeschwindigkeit – Kaffee beim Haare föhnen trinken – in aller Hektik Brote schmierenein Stoßgebet zum Himmel schicken, weil die Tasche gestern Abend schon fertig war – doch mit dem Auto statt mit der Bahn zur Schule fahren – auf dem Weg merken, dass die Brotbox vergessen wurdevor dem Parkplatz den Schulschlüssel für die Schranke suchen - mit Glück noch einen Parkplatz finden – sich darüber aufregen, dass es nur 30 Parkplätze für 80 Autos gibt – auf dem Weg ins Gebäude die erste Klausuren-Ausrede benutzenim Lehrerzimmer gefühlte tausend Mal die Frage nach den Ferien beantwortendiese Frage dann selbst auch gefühlte tausend Mal stellen – in die Schlange vor dem Kopierer stellen – den Kollegen dabei zuhören, die von ihren Korrekturerfolgen schwärmen – in Gedanken den Kollegen den Mittelfinger zeigen – zweite Ausrede benutzen – fluchen, weil der Kopierer den Geist aufgibt, als ich an der Reihe bin – ins Sekretariat hetzen, um zu kopieren – deswegen ein paar Minuten zu spät zum Unterricht kommen – die Ferienfrage beantworten und den Schülern stellendie erste Ausrede nochmals benutzen, die war so gut!unterrichtenam Ende denken, schnell auf die Toilette und dann einen Kaffee! – nie bei der Toilette ankommen, weil auf dem Weg von Schülern abgefangen – die gesamte Pause (25 Minuten) auf dem Flur verbringen – innerlich fluchen, weil a) kein Kaffee und b) keine Toiletteunterrichtenin der zweite Pause dann endlich schnell zur Toilettefür den Kaffee reicht es heute auch, superwieder Unterrichtdritte Ausrede nutzenim Unterricht unterbrochen werden, weil ein Mädchen umkippt – Erste Hilfe leisten – dabei denken, diese Scheiß-Diäten (Mädchen hungert seit Tagen) – Krankenwagen rufen – Eltern benachrichtigen – Klassenkameraden beruhigen – weiter im Unterricht, wenigstens etwas – froh sein, als die Stunde zu Ende ist – im Lehrerzimmer Rede und Antwort stehen – feststellen, dass die Mensa schon zu hatknurrenden Magen ignorieren – kurz denken, wer hilft mir, wenn ich hier gleich umkippe – Vorsatz fassen, morgen wird es anders! – die Zeit nutzen, um Orga-Kram zu erledigen (Mahnungen, Formulare etc.) – Fachkonferenz überstehen (langweilig!) – freuen, weil ich schon um 17.00 Uhr aus der Schule komme – schnell einkaufen, wenn ich das Auto schon dabei habe – kochen – ein bisschen Haushalt – um 18.00 Uhr an den Schreibtisch – dort bis ca. 24.00 Uhr bleiben (vorbereiten, korrigieren, nachbereiten) – Wecker stellen – Klamotten raussuchen – Tasche packen – schlafen gehen – kurz vor dem Einschlafen denken, morgen wird es besser.

Alcopops und Handlungsorientierung

Ich war heute bei einem Unterrichtsbesuch dabei. Nicht an meiner eigenen Schule, sondern bei einem Mitreferendar meiner Referendarin. Unser hiesiges Ausbildungsseminar findet, das sei eine gute Idee. Überprüfbarkeit der Ausbildung, Teamverständnis der Ausbildungslehrer usw. Vor allem aber soll die Unterrichtspraktische Prüfung simuliert werden. Ich darf die Prüfungsvorsitzende spielen.

Der Referendar ist sichtlich nervös. Kein Wunder, denn hinten in der Klasse sitzen sage und schreibe acht Personen: Die zwei Fachleiter, der Hauptseminarleiter, der Schulleiter, der Ausbildungskoordinator, die Ausbildungslehrerin, meine Referendarin und ich. (So ein Quatsch, übrigens!)

Die Ausarbeitung sieht vielversprechend aus, das Thema auch: Alkoholismus und Koma-Saufen bei Jugendlichen.

Zur Veranschaulichung hat der Referendar Alcopops-Flaschen mitgebracht. Leere Flaschen natürlich. Die Stunde läuft, die Flaschen gehen herum, die Inhaltsstoffe werden analysiert und mit der Werbung verglichen. Zusätzlich wird der Umgang von Jugendlichen mit Alkohol thematisiert. Ergebnis der Stunde ist, dass die Industrie in Bezug auf die Alcopops bewusst Jugendliche anspricht und die Inhaltsstoffe, besonders den Alkoholgehalt, verschleiert.

Trotz kleinerer Fehler gefällt mir die Stunde. Die Schüler werden aktiviert, sie haben eine Anknüpfung an ihre Lebenswelt, jeder steuert etwas zu dem Unterricht bei. Die ausgelobten Stundenziele werden erreicht. Der Referendar scheint erleichtert zu sein.

Bis zur Nachbesprechung…

Ich frage: “Was hätten Sie denn getan, wenn die Schüler Sie gefragt hätten, wie Sie die Flaschen leer bekommen haben?” Er schmunzelt: “Dann hätte ich entweder die Wahrheit gesagt – ich hatte mit Freunden einen lustigen Abend. Oder ich hätte gelogen und gesagt, ich hätte die Flaschen in den Abfluss geleert. Ich glaube, das hätte ich von der Situation abhängig gemacht.” So eine Antwort hatte ich erwartet.

Der eine Fachleiter zählt die positiven Aspekte der Stunde auf, der andere Fachleiter ergänzt. Auch der Ausbildungskoordinator scheint zufrieden. Der Hauptseminarleiter sagt wenig, das sei schließlich nicht sein Fach, da könne er nicht viel zu sagen.

Die Runde schaut die Schulleiter erwartungsvoll an. “Nun, Herr Referendar. Die Ansätze waren gut. Aber die Ausführung!” Der Referendar schluckt. Ich bin gespannt, was noch kommen mag.

“Sie haben in Ihrem Entwurf ja ausdrücklich von Handlungsorientierung gesprochen. Das konnte ich aber nun gar nicht erkennen.”

Die Ausbildungslehrerin wagt einen kleinen Einwand, wird aber sofort unterbrochen: “Richtig handlungsorientiert wäre es erst dann, wenn die Schüler die Alcopops auch probiert hätten.”

Es wird totenstill. Ich überlege kurz, ob ich laut lachen soll. Das ist bestimmt ein (schlechter) Witz!Ich entscheide mich dagegen, wende aber ein: “Herr Schulleiter, das würde dem Jugendschutzgesetz widersprechen. Alkohol ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Zusätzlich vermute ich, dass auch in Ihrer Schul-/Hausordnung der Alkoholkonsum verboten ist. Außerdem sind die Schüler alle erst um die 16 Jahre alt!”

Der Referendar nickt mir dankbar zu.

Der Schulleiter giftet mich an: “Also Frl. Rot, ich bin hier der Schulleiter. Also bin ich auch der Hausherr. Ich kann entscheiden, ob meine Schüler im Unterricht Alkohol trinken dürfen oder nicht!”

Ach so.

Wenn ich also demnächst im Unterricht über die Todesstrafe,  über Kindeswohlgefährdung oder die Wirkung von Drogen spreche, kann ich das im Vorfeld (mit den Schülern) praktisch erproben?

“Was gesagt werden muss”. Günter Grass im Unterricht

Meine Randbemerkung in einem Kommentar, ich würde das Grass-Gedicht “Was gesagt werden muss” in der kommenden Woche im Deutschunterricht behandeln, hat für viele Nachfragen gesorgt.

Natürlich teile ich meine Vorbereitungen gerne. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit der Planung noch nicht allzu weit bin. Es handelt sich bei den Ausführungen also nur um erste Überlegungen! Einige Schritte werden wegfallen, andere woanders platziert werden, neue hinzukommen. Die vollständige Planung werde ich erst veröffentlichen, wenn die Stunden stattgefunden haben. Aber vielleicht helfen meine bisherigen Planungen ja bei der eigenen Vorbereitung.

Entgegen der landläufigen Meinung, “einmal vorbereitet und dann 40 Jahre lang benutzt”, gehören tagesaktuelle Themen und Texte unabdingbar zu meinem Unterricht. Dies bedeutet zwar für mich mehr Arbeit, weil es kein “fertiges” Material gibt, motiviert die Schüler meiner Erfahrung nach aber ungemein. Sie erkennen dadurch, dass die Themen, gerade auch im Deutschunterricht, trotz “alter” Texte aktuell sein können. Diese Bezüge und Verknüpfungen herzustellen finde ich ungemein wichtig.

Das Grass-Gedicht bietet sich hervorragend an, um z.B. die Aktualität von Adornos Aussage, “Lyrik nach Auschwitz sei barbarisch” zu verdeutlichen. Durch die Vergangenheit von Günter Grass in der Waffen-SS wird eine zusätzliche Ebene eingebracht. Da ich mit meinem Kurs Adorno ausführlich besprochen habe, setze ich hier den Schwerpunkt. Ich denke aber, dass sich Grass´Gedicht auch an andere Themen gut anschließen lässt.

Klasse: Jg. 12, Deutsch-Leistungskurs

Anbindung an das Reihenthema des ersten Halbjahres: Sprachkritik, Sprachskepsis, Sprachnot: Hofmannsthal: Chandos-Brief – in Auszügen (als gemeinsamer Bezugstext), Gedichte und Sachtexte zum Thema

konkreter Bezug zu folgenden Stunden (Auszug aus meiner Reihenplanung):

  • Bedeutung der Sprache im Nationalsozialismus
  •  Sportpalastrede von Josef Goebbels (1943)
  • Gedichte „Der Führer spricht“ von Bruno Bendel (1938) und „Dem Führer“ von Will Vesper (1935)
  • Erarbeitung der Sicht auf Sprache von Wolfgang Borchert, Heinrich Böll und Max Frisch
  • Vergleich mit der Sprachskepsis der Jahrhundertwende
  • Vergleich verschiedener Autoren zu Theodor W. Adornos Aussage, ob Lyrik nach Auschwitz möglich ist
  • Erarbeitung von Celans Versuch, das Grauen des Holocaust in Worte zu fassen anhand des Spannungsfeldes „Ausdrucksnot – Ausdruckszwang“

Stundenumfang: zwei Doppelstunden (180 Minuten gesamt), vielleicht auch drei (ich habe gerade ein bisschen Luft in dem Kurs)

Erste Doppelstunde – das Gedicht:

  1. Erstellen eines Assoziograms (auch “Wortigel” genannt) – Spontaneindrücke zu dem Gedicht (was ist aus Medien bekannt, erste eigene Meinung) – Schüler kommen an die Tafel und schreiben ungefiltert ihre Assoziationen an die Tafel. -> Ich kann die Kenntnis des Gedichtes voraussetzen, weil die Schüler in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie vielseitig interessiert sind und Nachrichten verfolgen.
  2. Erste Zusammenfassung – Was fällt bei Betrachten des Assoziograms auf? Gibt es eine Tendenz in eine Richtung?
  3. Gemeinsame Lektüre des Gedichtes – ein Schüler liest vor, alle anderen haben das Gedicht zusätzlich vor sich liegen.
  4. Klärung der inhaltlichen Aspekte: Was sagt Grass inhaltlich aus?
  5. Verknüpfung zu Adorno: Folie mit Adornos Aussage, Lyrik nach Auschwitz sei barbarisch UND Anknüpfung an frühere Arbeitsergebnisse zu der Frage, wer über den Holocaust schreiben darf:
    • Gedichte über den Holocaust dürfen nicht sein.
    • Gedichte nach dem Holocaust sind überhaupt nicht mehr möglich.
    • Gedichte von Deutschen sind moralisch verwerflich.
    • Nur Gedichte von Tätern sind verwerflich.
  6. kurzer Lehrervortrag zu Grass´Vergangenheit in der Waffen-SS, Schüler erhalten dazu ein Handout
  7. Bewertung: Verknüpfung zu 5 – Darf Grass ein solches Gedicht verfassen?
  8. Sicherung des Ergebnisses
  9. Hausaufgabe: Lektüre über die Beziehungen von Iran und Israel

Zweite Doppelstunde – die Reaktionen:

  1. Museumsgang: Ausgewählte Reaktionen der europäischen Presse hängen im Raum. Schüler sollen alle lesen. Sie erhalten einen Klebepunkt, den sie dann auf die Aussage kleben sollen, die ihnen am nächsten/verständlichsten/überzeugendsten ist.
  2. Diskussion über die Reaktionen der europäischen Presse und Begründung der eigenen Auswahl
  3. Video: Auszüge aus dem Ahmadinedschad-Interview
  4. Video: Auszüge aus dem Grass-Interview
  5. Bewertung
  6. Sicherung und Verknüpfung zu Adorno

Material (Internetverbindung, Laptop und Beamer notwendig):

Texte:

  • Das Grass-Gedicht im Wortlaut: klick
  • Reaktionen der europäischen Presse auf das Grass-Gedicht, zusammengefasst von Carolin Lohrenz auf Spiegel-Online: klick
  • Grass relativiert umstrittenes Gedicht: “Was anders gesagt hätte werden können”, ARD (tagesschau.de) 07.04.2012, klick
  • Das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass ist ein Dokument der Rache. Eine Interpretation. Von Frank Schirrmacher, FAZ 04.04.2012 klick
  • Zu Grass und die Waffen-SS: “Grass’ spätes Eingeständnis. Eine zeitgeschichtliche Pointe.” Von Frank Schirrmacher. FAZ, 12.08.2006, klick
  • Grass ist keine “moralische Instanz”. Der Historiker Wolffsohn verteidigt israelisches Einreiseverbot gegen Grass. Ein Interview im Deutschlandfunk von Sandra Schulz. klick
  • Hintergründe zum Israel-Iran-Konflikt auf Spiegel.de: klick

Videos:

  • Youtube: “Was gesungen werden muss” – Günter Grass als Chanson (Moritz Eggert): klick
  • Youtube: Interview von Tom Buhrow mit Günter Grass zu seinem Israel-Gedicht “Was gesagt werden muss”, ARD, 05.04.2012 klick
  • Youtube: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Interview mit Claus Kleber, ZDF, 19.03.2012, klick

Das letzte Ferienwochenende

Ich kann mich einfach nicht aufraffen. Echt nicht.

Nach einem schönen, erholsamen Urlaub ohne jegliche schulische Lektüre muss ich nun wieder in die Realität zurückfinden.

Hier liegen noch drei Klassensätze Klausuren rum, die ich korrigieren will muss. Aber anstatt mich mal an die Arbeit zu setzen, fahre ich ein Ablenkungsprogramm.

  • Die komplette Urlaubswäsche ist gewaschen, gebügelt, eingeräumt.
  • Die Wohung blitzt und blinkt.
  • Kleiderschrank, Kosmetikschublade, Stiftebox und Unterrichtsmaterial wurden aussortiert, die entsprechenden Ebay-Auktionen sind vorbereitet und warten nur noch auf ihre Startzeit.
  • Das Auto wurde von Sand (innen und außen) befreit.
  • Ich habe mit allen Freundinnen und Klaas telefoniert und bin nun auf dem neuesten Stand.
  • Zwei Tests sind fertig korrigiert. Immerhin etwas schulisches.
  • Ich habe alle aufgenommenen Folgen meiner Serien gesehen. Und das waren einige! ;-)
  • Die Urlaubsfotos sind von der Kamera auf den Rechner übertragen und archiviert worden. Die schönsten wurden bereits im Drogeriemarkt ausgedruckt.
  • Der Unterricht für die ersten Tage ist vorbereitet. Unter anderem das Grass-Gedicht, ein dankbares Thema. Schließt auch so schön an die letzte Unterrichtsreihe an.

Ich fürchte, ich habe keine Ausrede mehr. Ideen?

Nachtrag: Ich habe es für heute aufgegeben. Morgen aber, morgen bestimmt! ;-)

Tiere? Gibt´s im Zoo!

Ich habe heute etwas erlebt, von dem ich bisher nur gelesen hatte. Immer dachte ich: Das hat sich der Autor ausgedacht. Das kann es nicht geben. Ich wurde eines Besseren belehrt.

Ich bin z.Zt. im Urlaub an der Küste. Es ist hier sehr ländlich, die Kataloge sprechen von “aufstrebenden Ferienregionen”.  Ich war hier schon öfter, ich genieße die Ruhe und die (unverbaute) Natur. An lange, breite Sandstrände schließen sich Kiefernwälder an. Die “Promenaden” bestehen manchmal nur aus aneinandergelegten Holzbohlen.

An genau so einer Stelle befinde ich mich also. Ich will vom Strand zurück in den Ort. Es gibt nur den beschriebenen Weg über die Holzbohlen durch das kleine Wäldchen.

Vor mir geht ein Pärchen mit einem Kind. Alle drei tragen Trainingsanzüge aus Ballonseide. Er trägt einen wasserstoffblonden Vokuhila, die Ponyfransen werden keck mit einem Stirnband gebändigt. Dazu kombiniert er eine Jeansjacke und eine Gürteltasche. Seine Trainingshose ist quietschblau. Seine Frau trägt einen weißen Trainingsanzug, mindestens zwei Größen zu klein, schicke goldene und funkelnde Accessoires sowie pechschwarz gefärbte Haare. Der Haarschnitt ist asymmetrisch, die Spitzen leuchten pink. (Ob die wohl auch im Dunkeln leuchten?) Außerdem trägt sie mörderische Stilettos. Die Tochter ist im Grundschulalter. Alles an ihr ist pink. Der Trainingsanzug, die Schuhe, der Haarreifen.

Ich bekomme die Gespräche der drei mit, das lässt sich nicht vermeiden. Die Tochter wird abwechselnd mit “Prinzessin” oder “Tschakelline” angesprochen.

Und dann passiert es: Aus dem Wald links von uns kommen gemütlich zwei Wildschweine mit sechs Frischlingen heraus, sie überqueren die Holzbohlen und bleiben dann am Waldrand stehen und äsen. Ich zücke sofort die Kamera und schieße Fotos. Wann sieht man denn schon einmal so nah Wildschweine in freier Wildbahn? Und dann auch noch mit Frischlingen? Ich für meinen Teil kenne Wildschweine nur aus Gehegen oder habe diese in freier Wildbahn bisher nur von weitem gesehen. Jetzt könnte ich die Hand ausstrecken und die Tiere anfassen.

Auch Tschakelline ist, im Gegensatz zu ihren Eltern, stehen geblieben. Sie schaut mich an: “Warum fotografierst Du das?”

Ich bin begeistert: “Das ist doch toll! Schau mal, die kleinen Wildschweinbabys!”

Sie bleibt unbeeindruckt. “Das sind keine Wil..Wi.. Schweine. Im Fernsehen sehen die ganz anders aus. Schweine sind rosa.”

Bevor ich antworten kann, ruft ihr Vater: “Tschakelline, komm!”

“Aber, Papa, die Frau fotografiert die Schweine. Warum tust Du das nicht?”

“Tschakelline, komm jetzt! Du kriegst auch ein Menü für Erwachsene bei McDonalds.”

“Aber, Papi…”

“Nix, Papi, Prinzessin, jetzt komm! Wenn Du Tiere sehen willst, dann gehen wir in den Zoo. Da kann man die auch anfassen.”

“…”

“Tschakelline, jetzt reicht es. Die Viecher sind doch voll lahm, die stehen da nur rum. Im Zoo können die auch Tricks.”

Na klar doch. Und Kühe sind lila,  die Milch wächst im Tetrapack, Fleisch wird im Supermarkt hergestellt und es gibt die Pommes-Pflanze.

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